Beratung bei finanziellen
Problemen und Schulden (Fachkräfte)
Referent: I. Bretschneider
(Schuldner- und Insolvenz-beratungsstelle des DRK, Akademischer
Kreisverband Leipzig e. V.)
Die erste eigene Wohnung, das erste
Auto, Handyverträge und zu viele Bestellungen via Internet – das
sind häufige Ursachen dafür, weshalb sich Menschen bereits in
jungen Jahren verschulden. Dazu kommt, dass sie oft über keine bzw.
nicht ausreichende Rücklagen für den Notfall verfügen. Und so ist
es nicht selten, dass Menschen bereits in jungen Jahren über hohe
Schulden verfügen, welche sie nicht mehr alleine tragen können.
Gerade wenn Mietschulden entstanden sind, führt dies zu vielen
Folgeproblemen. Mit der finanziellen Notlage kommen oft auch
Ängste, Sorgen und Vermeidungsstrategien einher bis hin zu
psychischen Problemen. Die Verschuldung junger Menschen stellt
zunehmend eine Herausforderung der sozialen Arbeit dar und
Fachkräfte in sozialen Arbeitsfeldern werden mit ver- und
überschuldeten jungen Menschen konfrontiert. Nicht jeder
Jugendliche bzw. junge Mensch benötigt gleich eine
Schuldnerberatung. Auch im Vorfeld einer Schuldnerberatung kann
jede*r in der Arbeit mit Jugendlichen bzw. jungen Menschen bereits
sehr viel selber tun. Was genau Sie tun können, welche Vorschriften
und Fristen beachtet werden müssen, wann eine Schuldnerberatung
notwendig ist und weitere Fragen wollen wir in dieser Veranstaltung
besprechen.
- Grundbegriffe der Schuldnerberatung (Verschuldung,
Überschuldung, Zahlungsunfähigkeit, Selbstbehalt etc.)
- Sortieren von Gläubigerunterlagen und Einhaltung von
Fristen
- Haushaltsplanung
- von der Mahnung bis zur Vollstreckung (Ablauf nach
Zahlungsverzug und Interventionsmöglichkeiten)
- Erste Schritte in der Beratung bzw. Was kann jeder
Berater/Beraterin tun?
- Wann sollte eine Schuldnerberatungsstelle aufgesucht
werden?